PROJEKT:
Stammzellenbank für neue Therapieansätze bei ALS


Neue Hoffnung für eine bislang unheilbare Krankheit

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine bislang unheilbare neurodegenerative Erkrankung, bei der motorische Nervenzellen fortschreitend zugrunde gehen. Trotz intensiver Forschung stehen Betroffenen nur sehr begrenzte Therapieoptionen zur Verfügung. Ein zentrales Problem bei der Entwicklung neuer Medikamente ist das Fehlen geeigneter menschlicher Krankheitsmodelle, die die individuelle Vielfalt der Erkrankung realistisch abbilden.

An der Uniklinik RWTH Aachen wird derzeit eine große Zahl von Patientinnen und Patienten mit ALS umfassend klinisch und genetisch betreut. Auf dieser Grundlage entsteht im Rahmen des Projekts eine standardisierte Stammzellenbank, die neuartige Wege in der ALS-Forschung eröffnen soll.

Ziel des Projekts ist der Aufbau einer qualitätsgesicherten Sammlung patientenspezifischer Stammzelllinien. Diese biomedizinische Infrastruktur bildet die Grundlage für die präklinische Testung neuer Wirkstoffe und die Entwicklung personalisierter Therapieansätze.

Langfristig trägt das Projekt dazu bei, die Medikamentenentwicklung bei ALS zu beschleunigen und innovative, individuell zugeschnittene Behandlungsstrategien zu ermöglichen. Gleichzeitig stärkt die Stammzellenbank die translationale Forschung am Standort Aachen und die enge Verzahnung von Klinik und Labor – und schenkt damit neue Hoffnung für Menschen mit ALS.

 

Auf einen Blick 

Antragsteller: Institut für Neuroanatomie und Klinik für Neurologie

Projektidee: Aufbau einer patientenspezifischen Stammzellenbank, um ALS zu erforschen und neue, personalisierte Therapieansätze zu entwickeln.

Förderhöhe: 25.000 Euro