PROJEKT:
Phagentherapie gegen resistente Infektionen


Neue Behandlungswege für Patientinnen und Patienten, wenn Antibiotika an ihre Grenzen stoßen

Antibiotikaresistente Infektionen gehören zu den größten Herausforderungen der modernen Medizin. Für manche Patientinnen und Patienten stehen trotz intensiver Behandlung kaum noch wirksame Therapieoptionen zur Verfügung. Hier setzt ein innovatives Projekt der Uniklinik RWTH Aachen an: der Aufbau eines interdisziplinären Kompetenzzentrums für personalisierte Bakteriophagentherapie.

Bakteriophagen, kurz Phagen, sind natürliche Viren, die gezielt krankmachende Bakterien angreifen und zerstören können. Sie bieten insbesondere bei multiresistenten Erregern und chronischen Infektionen eine vielversprechende Ergänzung zu herkömmlichen Antibiotika.

Im Rahmen des Projekts arbeiten die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie und die Klinik für Thoraxchirurgie gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Mikrobiologie, Pharmazie und Pathologie daran, die Phagentherapie strukturiert in die Patientenversorgung zu integrieren.

Gleichzeitig werden klinische Erfahrungen und wissenschaftliche Daten gesammelt, um neue Behandlungsstandards zu entwickeln und die Grundlage für zukünftige Studien zu schaffen. 

Mit Ihrer Unterstützung können schwer erkrankte Patientinnen und Patienten von innovativen, individualisierten Therapieansätzen profitieren. Zugleich trägt das Projekt dazu bei, die medizinische Versorgung gegen die wachsende Bedrohung durch antibiotikaresistente Erreger zukunftssicher zu machen.

 

Auf einen Blick 

Antragsteller: Klinik für Thoraxchirurgie und Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie , Unikinik RWTH Aachen

Projektidee: Personalisierte Phagentherapie, um Patientinnen und Patienten mit schwer behandelbaren oder antibiotikaresistenten bakteriellen Infektionen neue Behandlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Förderhöhe: 30.000 Euro